Die kleine Andacht

Susanne Thurn
Bildrechte: Thurn

Gott spricht: Sie werden weinend kommen, aber ich will sie trösten und leiten. (Jer 31.9)

Liebe Gemeinde,


ich schreibe diese Andacht und weiß noch nicht, was im Herbst durch den Corona-Virus auf uns zukommt. Werden die Zahlen der Erkrankten weiter sinken oder wird uns eine zweite Welle der Erkrankungen erfassen? Ich empfinde diese Zeit als sehr bedrückend und ich mache mir Sorgen.


Doch immer wieder ermahne ich mich, dass ich mein Leben nicht zu stark von meinen Sorgen beeinflussen lasse, sondern auf Gott vertraue und mich trösten lasse. Unser Monatsspruch im November erinnert daran, dass Gott uns gerade in schwierigen Zeiten Kraft geben will und Orientierung. Diese Worte übermittelte der Prophet Jeremia an sein Volk, als alles am Ende zu sein schien.


Wie kann Gott uns trösten?
Traurigkeit vergeht nicht dadurch, dass ich sie beiseite schiebe und nicht wahrhaben will. Traurigkeit kann nur heilen, wenn ich sie zulasse und mitten hindurchgehe. Das kostet Kraft.
Wenn ich mich mit Gott verbinde, wenn ich bete, schenkt Gott mir die Kraft, zu weinen und meinen Schmerz zuzulassen.
So wird der Schmerz mit der Zeit weniger werden und heilen können.

Wie kann uns Gott leiten?
Ich muss in meinen schweren Zeiten nicht alles alleine bewältigen. Wir Menschen werden für einander zu Engeln, zu Boten Gottes. Es ist wichtig, dass wir unsere Probleme und Sorgen mit jemanden besprechen. Wenn wir einander zuhören, kann Gott durch uns Menschen wirken und wir finden einen
Weg aus der Dunkelheit.


Gott ist die große Kraftquelle, die uns trösten und leiten kann.
Wenn wir lernen, wie wir uns im Gebet mit Gott verbinden können, kann das der Schlüssel zu einem erfüllten und zufriedenen Leben sein.


Das wünsche ich Ihnen!
Ihre Pfarrerin Susanne Thurn