Die kleine Andacht

Susanne Thurn
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Jesus sagte: „Ich sage euch: Wenn diese schweigen werden, so werden die Steine schreien.“ (Lk 19,40)

Liebe Gemeinde,


der Monatsspruch im März erinnert uns an den Einzug Jesu in Jerusalem. Als Jesus einzieht, jubeln ihm die Leute zu. Sie sind begeistert. Vor allem seine Jünger freuen sich. Alle haben die Hoffnung, dass Jesus die Welt verändert, dass er der von Gott geschickte Retter ist, der endlich Gerechtigkeit und Frieden bringt. Es herrscht große Freude. Die Menschen tanzen, jubeln und legen ihr Kleider vor Jesus auf die Straße.

Nur die Pharisäer ärgern sich. Sie finden es nicht richtig, was hier passiert. Und so sagen sie Jesus, er soll doch seine Jünger auffordern, damit aufzuhören. Aber Jesus denkt gar nicht daran, sondern er antwortet den Pharisäern: „Ich sage euch: Wenn diese schweigen werden, so werden die Steine schreien.“  
Der Jubel und die Freude sind berechtigt. Jesus hat ja tatsächlich die Welt verändert, anders als es die Menschen dort auf der Straße erwartet haben. Aber letztlich hat er der Welt wirklich die Rettung gebracht. Gott hat uns durch ihn gezeigt, wie es Frieden werden könnte. Und an diesem Tag sollen sich wirklich alle freuen, ihre Sehnsucht und Hoffnung zum Ausdruck bringen und gemeinsam feiern.

Es ist so wichtig, dass wir das Positive im Leben nicht übersehen und dass wir es von ganzem Herzen feiern. Selbstbewusst steht Jesus dazu, wer er ist. Ja, er darf umjubelt werden. Wenig später sieht die Welt nämlich schon wieder ganz aus. Den Pharisäer wird es gelingen, ihn töten zu lassen. Aber selbst diese Tat wendet Gott zum Guten. Denn durch seinen Tod konnte Jesus uns mitteilen, dass es eine Auferstehung gibt, dass das Leben nach dem Tod bei Gott weitergeht.

Genießen wir die schönen Zeiten unseres Lebens aus vollen Zügen und lassen wir sie uns von niemanden vermiesen.

Das wünsche ich Ihnen!
Ihre Pfarrerin Susanne Thurn