Die kleine Andacht

Susanne Thurn
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Bei Gott allein kommt meine Seele zur Ruhe, denn von ihm kommt meine Hoffnung. Nur er ist mein Fels, meine Hilfe, meine Burg, darum werde ich nicht wanken.  (Psalm 62, 2.3)

Liebe Gemeinde,

endlich ist der Sommer mit seinen Sommerferien da! Ich hoffe, Sie können sich jetzt alle erholen und neue Kraft schöpfen. Denn wir leben in einer sehr anstrengenden Zeit und haben Erholung wohl bitter nötig.

Deshalb haben wir in diesem Gemeindebrief einiges über Erholung geschrieben, was Ihnen vielleicht behilflich sein kann. Beim aktuellen Thema wird deutlich, wie vielschichtig es ist, wenn man zur Ruhe kommen will. Anschließend schreibe ich Ihnen vom Schweigen. Das ist eine ganz besondere Form der Stille. Bedanken möchte ich mich bei unseren Kirchenvorstehern, die ihre Erfahrungen mit uns teilen, was sie am liebsten machen, um sich zu erholen.

Wir haben Erholung dringend nötig. Schon am Anfang der Bibel betont Gott bei der Schöpfung, dass der 7. Tag ein Ruhetag sein soll. Ohne Pausen brennen wir aus. Aber es geht noch um mehr. Wenn wir nicht immer wieder innehalten, wird unser Leben oberflächlich. Wir verlieren die Verbindung zu Gott und den Sinn unseres Lebens. Ohne diese innere Verbindung wird unser Leben haltlos und wir haben keine Kraftquelle mehr, die uns in schweren Zeiten unterstützt und Orientierung gibt. Mit Gottes Hilfe bekommt unser Leben eine andere Intensität. Die Begegnung mit den Menschen und der Natur wird liebevoller. Und wir können offener werden für die Überraschungen, die uns im Alltag begegnen. Hilde Domin drückt dies sehr schön in ihrem Gedicht aus:

Nicht müde werden, 
sondern dem Wunder leise
wie einem Vogel
die Hand hinhalten.

Ich wünsche Ihnen einen erholsamen Sommer, in dem Sie so richtig zur Ruhe kommen und wieder auftanken können

Ihre Pfarrerin

Susanne Thurn